Michael Buthe
Michael Buthe studierte 1964 - 1968 in Kassel Malerei und Gestaltlehre. Anschließend zog er nach Köln, das trotz zahlreicher Atelierwechsel zeitlebens seine Wahlheimat blieb.
Eine Reise nach Marokko im Jahr 1970 wurde zu einem entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben und seiner Kunst. Von da an verbrachte Buthe jedes Jahr mehrere Monate in Marrakesch. Die orientalische Kultur, ihre Menschen und ihre Spiritualität prägten sein künstlerisches Schaffen nachhaltig – er wurde zum „Reisenden zwischen den Welten“ zwischen Köln und Marrakesch.
1976 erhielt Buthe den Villa-Romana-Preis und verbrachte ein Jahr in Florenz. Neben seinen bildnerischen Arbeiten entstanden zahlreiche Märchen, Gedichte und Tagebuchtexte. Ab 1981 lehrte er an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1983 als Professor. In Köln-Ostheim lebte und arbeitete er in einer Künstlergemeinschaft.
1991 gab Buthe sein Haus in Marrakesch auf und bezog ein Atelier auf Mallorca. Eine schwere Lebererkrankung beeinträchtigte zunehmend seine Gesundheit. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten starb Michael Buthe 1994 in Bad Godesberg.
Einzelausstellungen (Auswahl)
1970 - Galerie René Ziegler, Zürich
1972 - Galerie Möllenhoff Köln
1980 - Museum Folkwang, Essen
1982 - Holly Solomon Gallery, New York
1984 - Museum van Hedendaagse Kunst, Gent
1984 - Villa Stuck, München
1985 - Galerie Mod. Kunst Dietmar Werle, Köln
1986 - Galerie Munro, Hamburg
1986 - Museum Ludwig, Grafisches Kabinett, Köln
1988 - Museum of Modern Art, Humlebaek (Louisiana
1989 - Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
1989 - Galerie Crousel-Robelin, Paris
1991 - Galerie Curtze, Wien
1993 - Galerie Holtmann, Köln
1995 - Evangelische Trinitatiskirche, Köln
1994 - Galerie Orangerie-Reinz, Köln
1994 - Galerie Rippentrop, Eltville
1997 - Galerie Ott, Düsseldorf
1998 - Galerie Lange, Bonn
2006 - Altes Pfandhaus, Köln
2009 - Ernst-Barlach-Haus, Hamburg; Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen
Gruppenausstellungen
1970 - „Beuys, Buthe, Eggenschwiler....“, Kunstmuseum Luzern & Kunstverein München
1972 - documenta 5, Kassel
1977 - documenta 6, Kassel
1982 - documenta 7, Kassel
1985 - Galerie Camomille, Brüssel
1984 - Biennale Venedig
1985 - Kunsthalle Bern
1986 - Sammlung Toni Gerber, Bern
1992 - Documenta IX, Kassel
1995 - Galerie C. von Scholz, Brüssel
